Opernroman
Roman, 1998
erhältlich bei btb-Verlag sowie als eBook bei Kindle

Die Rezeption lief schleppend an. Hauptargument: Literaturfreunde interessierten sich nicht für die Oper.

Herbst 98 - zunächst kontrovers

"Petra Morsbach unterstreicht in ihrem Roman auch wirklich alle landläufigen Klischees übers exzessive Treiben des bunten Theatervölkchens... Mitunter amüsant, aber insgesamt desavouierend, fast zynisch fällt die Botschaft der ehemaligen Theaterfrau aus."
Susanne Kaulich, MANNHEIMER MORGEN

„(Der Opernroman) ist voll Verständnis für Ängste und Schwächen, voll Witz und Ironie. Dabei sehr sachlich und von durchdringender Ehrlichkeit. Und voll Liebe zur Musik."
Christiane Tilmann, BERLINER TAGESSPIEGEL

"Überhaupt haben diese vielen Figuren ein exemplarisch kurzes, gesichtsloses Leben: Legt man das rotflammende Buch beiseite, hat man sie schon vergessen."
Eleonore Büning, FAZ

„Was am 'Opernroman' besonders besticht: Petra Morsbach weckt für die zuweilen befremdenden Verhaltensweisen der Künstler Verständnis... Haben wir uns eben noch gewundert über die Launen einer Sängerin oder eines Tänzers, erleben wir sie im nächsten Abschnitt bei sich zu Hause, erfahren ihr Schicksal und begreifen ihre Ängste und Verzweiflungen."
Eva Pfister, DLF

"Man fragt sich, was solches, auf Entlarvungserfolge wie 'Der Campus' zielend und doch nur die 'Lindenstraße' meinend, eigentlich in Hans Magnus Enzensbergers 'Anderer Bibliothek' verloren hat. Als Heftchen im Bahnhofskiosk wäre es im richtigen Fach."
Manuel Brug, DIE WELT

„Daß immer wieder, hier und dort, oft unter den widrigsten Umständen, die große, berührende Kunst entsteht, war für mich schon immer eine Art Gottesbeweis. So gesehen, habe ich hier von einem theologischen Buch berichtet."
Herbert Riehl-Heyse, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Ab Winter '98 - ausgeglichener

"Ein Buch von zauberhafter Leichtigkeit... ein Künstlerroman, der seinesgleichen sucht; er ist kenntnisreich, unterhaltsam und welthaltig zugleich. Nichts, kein Etikett und keine Umschreibung vermag die raffinierte Schwerelosigkeit dieses Textes genau zu fassen... Der Opernroman beweist eigenes Format, indem er sich weder der Nostalgie noch dem Fortschritt verschreibt, sondern unbeirrt das ganze, rätselhafte Spektrum der Gegenwart ausleuchtet."
Martin Luchsinger, FRANKFURTER RUNDSCHAU

"Ein sympathisches Buch mit sehr viel Humor, sehr vielen intelligenten Bemerkungen. Ich habe es freiwillig (freiwillig!) zu Ende gelesen. Das will was heißen! Ich empfehle diesen Roman!"
Marcel Reich-Ranicki im LITERARISCHEN QUARTETT

"Im Roman wimmelt es nur so von Klischees, und der Rezensent wird den Verdacht nicht los, dass es sich hierbei nicht um eine ernsthafte literarische Auseinandersetzung mit dem Leben auf und hinter der Opernbühne handeln soll, sondern um einen sogenannten «gut gemachten Unterhaltungsroman»."
Hans-Ulrich Treichel, NZZ (Schriftstellerkollege, Autor des Musikerromans "Tristanakkord")

"Auf knappstem Raum erzählt Petra Morsbach Liebesgeschichten, daß einem der Atem stehenbleibt. Sie ist eine psychologische Kennerin der Oper von exorbitanten Maßen. Ich war von diesem Buch höchst beeindruckt und finde, es ist ein großer Roman."
Hellmuth Karasek im LITERARISCHEN QUARTETT

"Bis zum Schluß belästigt Petra Morsbach ihre Leser mit immer neuen Personen und Geschichtchen..."
Karl Schönholtz, HERSFELDER ZEITUNG

"Ein farbenprächtiges, gefühlvolles, herzschmelzendes und gleichzeitig scharf gezeichnetes Bild einer künstlerischen und künstlichen Welt, wie sie die herrlichste Oper zum Inhalt haben könnte. Ich verspreche ein berauschendes Lesevergnügen!"
Renée Zucker, RADIO BREMEN